P&R-Gruppe

 

Bild oben: Gläubigerversammlung München, 18.10.2018

P&R-Gruppe, 09.12.2018

Nach den Berichten  auf den Gläubigerversammlungen der P&R-Gesellschaften am 17./18.10.2018 in der Olympiahalle in München sollen sich die Rückzahlungen für die Quote aus den Containermieten und eventuellen Containerverkäufen speisen. Nach den Planungen ist bis 2021 mit Einnahmen in Höhe von 564 Mio. Euro zu rechnen.  Die Gesamtverbindlichkeiten betragen 3,5 Mrd. Euro, die Container werden  mit ca. 800 Mio. Euro bewertet. Die Überschuldung begann vor zehn Jahren.

Am 04.12.2018 wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Geschäftsführers  der P&R Transport-Container GmbH, durch das Amtsgericht München, Aktenzeichen, Az.: 1542 IN 3055/18, angeordnet, § 21 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 InsO. Gestützt wird dieser Beschluss auf einen Antrag des Insolvenzverwalters der P&R Transport-Container GmbH, der Forderungen in Höhe von 700 Mio. Euro gegen den ehemaligen Geschäftsführer  geltend macht. Eine solche Forderung dürfte eine der P&R Transport-Container GmbH nach § 64 GmbH-Gesetz sein. Es handelt sich um Ausschüttungen in der Situation nach der Insolvenzreife.

Rechtlich gesehen ist der Geschäftsführer einer insolventen GmbH  zwei Arten von Ansprüchen ausgesetzt: Einmal denen des Insolvenzverwalters aus § 64 GmbH-Gesetz wegen verbotener Zahlungen aus dem GmbH-Vermögen an Dritte ohne Gegenleistung. Diese Forderungen werden zur Masse gezogen.

Losgelöst hiervon bestehen eigenständige insolvenzrechtliche Ansprüche der Gläubiger gegen den Geschäftsführer aus § 15 a InsO i.V.m. § 823 II BGB (Insolvenzverschleppungshaftung).

Die Ansprüche aus § 15 a InsO i.V.m. § 823 II BGB (Insolvenzverschleppungshaftung) müssen nach der zu erwartenden Eröffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenztabelle angemeldet werden, also jetzt noch nicht.

Die Anmeldung muss umfassend begründet werden. Nur der Inhalt dieser Anmeldung ist ausschlaggebend für eine Hemmung der Verjährung und eine spätere eventuelle Feststellungsklage, OLG München, Endurteil vom 15.11.2017 – 13 U 1785/15. Klagen, Arreste und Zwangsvollstreckungen gegen den ehemaligen Geschäftsführer sind jetzt nicht möglich.

Falls Sie  eine rechtliche Auskunft als Gläubigerin oder Gläubiger in Sachen P&R-Insolvenzen wünschen,  werden Sie um Bearbeitung das nachfolgenden Formulares (also unten: Nachname, E-Mail-Adresse) gebeten. Für nicht Rechtsschutzversicherte gilt: Die Leistungen erfolgen im Rahmen eines Beratungsmandates und sind daher kostenfrei, sofern dieses vom Auftraggeber gewünscht wird (erlaubt nach BGH, Urteil vom 3. Juli 2017, AnwZ (Brfg) 42/16).

Nehmen Sie diese Anzeige wegen der begrenzten Werbedauer bitte zu den Akten.

Schauen Sie bitte nach Absendung Ihrer Daten in Ihr E-Mail-Postfach.

*Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und

stimme ihr durch Klicken des „Nachricht senden“-Buttons zu.